(ה) וְאִם־אָמֹ֤ר יֹאמַר֙ הָעֶ֔בֶד אָהַ֙בְתִּי֙ אֶת־אֲדֹנִ֔י אֶת־אִשְׁתִּ֖י וְאֶת־בָּנָ֑י לֹ֥א אֵצֵ֖א חׇפְשִֽׁי׃ (ו) וְהִגִּישׁ֤וֹ אֲדֹנָיו֙ אֶל־הָ֣אֱלֹקִ֔ים וְהִגִּישׁוֹ֙ אֶל־הַדֶּ֔לֶת א֖וֹ אֶל־הַמְּזוּזָ֑ה וְרָצַ֨ע אֲדֹנָ֤יו אֶת־אׇזְנוֹ֙ בַּמַּרְצֵ֔עַ וַעֲבָד֖וֹ לְעֹלָֽם׃ {ס}
(5) But if the servant [usually translated as "slave"] declares, “I love my master, and my wife and children: I do not wish to go free,” (6) his master shall take him before God. He shall be brought to the door or the doorpost, and his master shall pierce his ear with an awl; and he shall then remain his master’s slave for life.
To bore through (as with an awl); to stab, to pierce violently (Gesenius).
(טו) אֶת־חַ֣ג הַמַּצּוֹת֮ תִּשְׁמֹר֒ שִׁבְעַ֣ת יָמִים֩ תֹּאכַ֨ל מַצּ֜וֹת כַּֽאֲשֶׁ֣ר צִוִּיתִ֗ךָ לְמוֹעֵד֙ חֹ֣דֶשׁ הָֽאָבִ֔יב כִּי־ב֖וֹ יָצָ֣אתָ מִמִּצְרָ֑יִם וְלֹא־יֵרָא֥וּ פָנַ֖י רֵיקָֽם׃
(15) You shall observe the Feast of Unleavened Bread—eating unleavened bread for seven days as I have commanded you—at the set time in the month of Abib, for in it you went forth from Egypt; and none shall appear before Me empty-handed.
This is an adverb meaning empty but also meaning "in vain", "without effect".


V. 15. Das erste Wanderfest ist das Mazzotfest, an welchem die ganze freie, selbständige Nation einen Kreis von sieben Tagen mit den Erinnerungsbroten der Knechtschaft in dem Umkreis des Heiligtums verlebt, sich somit ganz mit dem Bewusstsein der Gotteshörigkeit für den Dienst Gottes in Vollbringung seines im Gesetze geoffenbarten Willens auf Grund ihres Ursprunges (עבדות פרעה) und ihrer Bestimmung (עבודת ד׳) zu durchdringen hat (siehe oben Kap. 12 u. 13). תשמור: es hat die Nation dafür zu sorgen, daß dieses Fest in den חדש האביב, in den Halmmonat fällt (siehe zu שמור את Dewarim 16, 1), und wenn historisch und begrifflich der Frühlingsmonat :החרש האביב im tiefsten Zusammenhang mit dem Erlösungsfeste steht (siehe zu Kap. 13, 4 f.) so ist eben damit ja der Nation die Aufgabe gegeben, sich selbst dieses, und in Folge davon auch die beiden anderen Wanderfeste gerade in die Zeit der wesentlichsten Feldarbeiten eintreten zu lassen. Die opferfreudige Bekenntnistat, die in diesen Wanderfesten liegt, wird durch diese freie Regulierung derselben, durch den Charakter freier Hingebung, der sich in ihrer Feststellung selbst betätigt, nur noch bedeutsam erhöht. — ולא יראו פני ריקם, und wenn ihr vor meinem Angesichte erscheint, "sollt ihr nicht mit leeren Händen kommen." Wenn ihr Haus und Hof verlasset, um euch vor mein Angesicht darzustellen, sollt ihr nicht in jenen Wahn verfallen, der den Tempel klüftet von Haus und Hof, der dem Tempel den Geist und den Himmel, und dem Haus und Hof die Erde und das Materielle reserviert, "Geist und Gemüt" im Tempel "Nahrung" gewährt, um so entschiedener Leib und Sinnliches leiblich und sinnlich in Haus und Hof zu pflegen, Tempel besucht, um so beruhigter Haus und Hof dem materiellsten Egoismus und dem egoistischsten Materialismus geweiht zu halten. Nicht also! Wenn wir vor Gott erscheinen, sollen wir mit unserer Habe vor Gott erscheinen, sollen wir mit זבח ונסכים ,עולה ומנחה (siehe Wajikra 23, 37), unsere ganze Persönlichkeit mit allen Gütern der Nahrung (סלת), der Gesundheit (שמן), und der Freude (יין), Gott zu Gebote stellend, in die im Tempel zu gewinnende Weihe mit begreifen. Dem dreifachen Charakter unserer Feste: רגל, dem sich Einstellen in dem Gesetzesheiligtum, חג, dem sich Zusammenfinden mit allen Nationalgenossen, und מועד, dem sich Zusammenfinden mit Gott (siehe oben Kap. 12, 14) entsprechend, sind die jedem einzelnen obliegenden Festopfer: חג=שלמי חגיגה ,רגל=עולת ראיה, und מועד=שלמי שמחה, welche letztere dem freudigen Bewusstsein der Gottesgegenwart im Familienkreise angehören, durch welche das Haus zum Tempel, der Familientisch zum Altare, und alle Genossen zu Priestern und Priesterinnen an dem heiligen Lebensdienste der Gottesaufgabe gehoben werden.
ורצע אדוניו. ולמה מרצע לפי שמרצ"ע בגימ' ארבע מאות אמר הקב"ה אני הוצאתי אתכם משעבוד ארבע מאות שנה ואמרתי כי לי בני ישראל עבדים והלך וקנה אדון לעצמו לפיכך ילקה במרצע:
ורצע אדוניו את אזנו במרצע, “his master must pierce his ear with an awl;” why did the Torah choose the awl as the tool with which to pierce this servant’s ear? The numerical value of the letters in the word מרצע equals 400. It is to remind that servant that seeing that G–d had redeemed the Jewish people from 400 years of slavery, it is unbelievable that he should choose being enslaved to a human master voluntarily. G–d had stated categorically in Leviticus 25,55 כי לי בני ישראל עבדים, “for the Children of Israel are meant to be bound by a master- servant relationship only with their G–d,” not with any human being. If this man chooses to become indentured to a human master he deserves to be punished physically. (Talmud, tractate Kiddushin, folio 22, and Tossaphot on that folio.)


